Schweißdrüsenabsaugung

Leiden Sie unter verstärkter Schweißbildung in den Achselhöhlen, unabhängig von Jahreszeit und Temperatur, kann eine Behandlung der Schweißdrüsen die Beschwerden mindern.

Eine dauerhafte Lösung bei der so genannten Hyperhidrose bietet die Schweißdrüsenabsaugung. Nach der Behandlung der Schweißdrüsen durch Kochsalzlösung werden diese mit einer dünnen Spezialkanüle durch feine Schnitte ober- und unterhalb der Achselhöhle abgesaugt.

Die Einschnitte werden nach der Behandlung mit Spannpflastern verschlossen, anschließend wird für etwa zwei Wochen ein Kompressionshemd angelegt.

Bei diesem Verfahren wachsen die Schweißdrüsen nicht nach, der Eingriff hält also ein Leben lang. Die Produktion von Achselschweiß in der behandelten Region verringert sich immens. Diese Methode ist nur unter den Achseln möglich, nicht bei verstärkter Transpiration an Füßen oder Händen.

Eine weitere Methode zur Verbesserung der Schweißsekretion ist die Unterspritzung von Botox, welches hauptsächlich im Bereich der Hände, an den Füßen und ggf. an der Achselhöhle eingesetzt werden kann, jedoch kein permanentes, sondern lediglich ein temporäres Ergebnis erzielt.

Operation

Zum Lockern der Schweißdrüsen im umliegenden Fettgewebe und zum Verringern der Blutungsneigung wird zunächst eine extra für die Schweißdrüsenabsaugung modifizierte Tumeszenz-Lösung in die Achselhöhlen eingespritzt.

Eine speziell geformte, mit einer Vakuumpumpe verbundene Absaugkanüle wird dann durch zwei kleine Hautschnitte in der Achselhöhle eingeführt und die Schweißdrüsen mit dem umliegenden Unterhautfettgewebe entfernt.

verlinken Tumeszenz-Lösung: aus Kochsalz, Adrenalin, Anästhetikum, Enzymen usw.

Wie bei der Fettabsaugung am Bauch oder anderen Körperteilen bewegt der plastische Chirurg die Kanüle fächerförmig hin und her, um so von den beiden Einstichen aus die gesamte, mit Schweißdrüsen bedeckte, Fläche zu entfernen.

Die etwa drei bis vier Millimeter kleinen Schnitte werden oberhalb und unterhalb der Achselhöhle gesetzt, damit die verbleibenden Narben der Schweißdrüsenentfernung nicht auffallen.

Mit Spannpflastern werden die Wunden verschlossen. Dem Patienten wird anschließend ein Kompressionshemd angelegt, welches er etwa zwei Wochen trägt und das Schwellungen und Schmerzen vermindert.

Erfolgsausichten

Nur in fünf bis sieben Prozent der Eingriffe ist eine Wiederholung nötig, in der Regel reicht eine Absaugung.

Die Schweißdrüsen wachsen nicht nach und so hält der Eingriff ein Leben lang, die Schweißproduktion in der behandelten Region wird extrem reduziert.

Es kommt zu keiner Störung der Wärmeregulation im Körper.